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                  Senioren Schutz Bund

       " Graue Panther" e.V.

Südniedersachsen     und         Oldenburger Land

 

 

EGMR Musterbeschwerde
gegen die Beitragspflicht zur Kranken- und
Pflegeversicherung von Direktversicherungen 

Mit einer Musterbeschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR)
in Straßburg will eine bundesweite Initiative sich gegen die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge
für Direktversicherungen wehren, nachdem das Bundesverfassungsgericht
die Verfassungsbeschwerden vieler Betroffener ohne Begründung nicht zur Entscheidung
angenommen hat. Die Mitglieder der Initiative sehen sich durch das Gesundheitsmodernisierungsgesetz,
das im Jahr 2004 in Kraft trat, in ihren Grundrechten verletzt und von der
Politik verraten. Ohne Bestands- und Vertrauensschutz unterliegen seitdem auch Altverträge
(vor 2004) der Beitragspflicht zur Kranken- und Pflegeversicherung, selbst wenn die
Prämien zur Direktversicherung ausschließlich aus dem Nettoeinkommen der betroffenen
Arbeitnehmer entrichtet wurden. Mit dem GMG wurde auch die volle Beitragspflicht, aktuell
ca. 18,5 %, für die Krankenversicherung auf betriebliche Alterseinkünfte eingeführt.
Durch diese faktische Dreifachverbeitragung geht in vielen Fällen nicht nur die Rendite der
Kapitallebensversicherung verloren, sondern erhalten die Betroffenen am Ende weniger
ausgezahlt als sie selbst in ihre Direktversicherung eingezahlt hatten. Die juristische Vertretung
der Initiative von mehr als 700 Geschädigten vor dem EGMR übernimmt der anerkannte
Verfassungsrechtler Prof. Dr. Karl Schachtschneider aus Berlin. Insgesamt sind ca.
6.3 Millionen Arbeitnehmer/innen mit einer
Direktversicherung betroffen.
Pressekontakt:Harald Eckstein
Hohlweg 4,56288 Kastelleun
Tel.: 06762 / 950037 E-Mail: hadamaha@t-online.de

 

 

Gedanken zum 1. Mai 2017     

 

Wir brauchen ein Gesamtkonzept zur Bekämpfung zunehmender Armut in unserer Gesellschaft!

Das Bundeskabinett machte dieser Tage u.a. von sich hören, indem es die Rentenerhöhung zum 1. Juli 2017 beschloss: Für den Westrentner 1,9 % für den Ostrentner 3,59 %.  Ein Schelm, der dabei Böses denkt, dass die Wirksamkeit der Erhöhung dann erst kurz vor der Bundestagswahl in Kraft tritt.

Die Gewerkschaften haben für dieses Jahr das Motto: „Wir sind viele. Wir sind eins“ gewählt.

Sind wirklich eins? Ist die Kluft in unserem Staat nicht im ständigen Wachstum begriffen?

Schauen wir uns die Zahlen des statistischen Bundesamtes zur Armut an, dann ist das für uns sehr besorgniserregend und verlangt ein sofortiges Handeln. Erneut ist die Armut in Deutschland angestiegen. Sie ist ein drängendes soziales Problem, ein unhaltbarer Zustand und  leider in allen Generationen zu finden. Die Bundes-regierung muss diese Situation schnellsten angehen und nicht weiterhin hinter anderen Problemen zurück stellen! Aus unserer Sicht ist es weder sozial noch christlich, dieses Thema und die damit unzähligen betroffenen Menschen als Wahlkampfstoff zu verbraten

In diesem Bericht  ist zu lesen, dass 21,9 % der Bevölkerung in Deutschland – 2014 waren es 20,9 % – im Jahr 2015 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind (Zahlen aus 2016 liegen noch nicht vor).

Die Daten der Statistiker bestätigen leider die langjährigen Warnungen vieler namhafter Sozialwissenschaftler zu der sich verschärfenden Armutssituation vieler Menschen in der Bundesrepublik. Hervorheben möchten WIR die besonders hart getroffen Gesellschaftsgruppen:  Kinder [19,9%], Erwerbsminderungsrentner, Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose und auch immer mehr ältere Menschen [15,9%]. Arbeitslosigkeit, nicht bedarfsgerechte Grundsicherungsleistungen, niedrige Löhne, mit denen man trotz Mindestlohn immer noch keine Familie richtig ernähren kann, Renten, die kaum zum Leben reichen und Frauen, die Angehörige pflegen oder Kinder erziehen, in der Teilzeitfalle: All das hat die Armutstendenzen in Deutschland in den letzten 10 Jahren drastisch verstärkt. Doch weder eine sozialdemokratisch noch eine christlich geführte Bundesregierung hat sich dieser Situation wirklich angenommen.

Wenn circa 18 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, müssen zügig konkrete Maßnahmen eingeleitet werden, um drohende Armut erst gar nicht entstehen zu lassen und bestehende Armut wirksam zu bekämpfen!

Es ist UNS völlig unverständlich, dass die Regierung offensichtlich übersieht, dass Arbeitslosigkeit (mit einem Einkommen, das "zum Sterben zuviel und zum Leben zuwenig" ist) und ein geringes Lohnniveau auch zu niedrigeren Steuereinnahmen sowie zu Fehlbeträgen in den Kranken- und Rentenversicherungskassen führt. Die Steuereinnahmen werden auch dadurch noch geschmälert, dass durch die grassierende Armut und die dadurch mangelnde Kaufkraft die Binnenwirtschaft massiv eingschränkt wird. Sollte sich die Regierung wirklich damit zufrieden geben, dass Deutschland "Exportweltmeister" ist?

Aus unserer Sicht müssten Beschäftigungsformen wie Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit zurückgedrängt und der Mindestlohn so erhöht werden, dass Beschäftigte in Vollzeit mit dem Arbeitseinkommen für den Lebensunterhalt sorgen und eine angemessene Alterssicherung über Grundsicherungsniveau hinaus aufbauen können. Auch in der Rentenpolitik müsste weiter nachgebessert werden, denn der Trend zur Altersarmut geht weiter.

Daher fordern die GRAUEN PANTHER seit Jahrzehnten vehement eine vernünftige Mindestrente, ein stabiles Rentenniveau und die Abschaffung der Abschläge bei den Erwerbsminderungsrenten! Aber kümmert es die Staatsbeamten oder Herren und Damen Volksvertreter? Sie haben ja IHRE Rente SICHER!!! Auch muss der Kampf gegen Bildungsarmut eine zentrale Aufgabe für die Politik werden. Das sind wir unseren Enkeln schuldig! Eine gute (Aus)Bildung ist entscheidend für die späteren Perspektiven in der Gesellschaft. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist stärker als früher dafür entscheidend, den Zugang zu einer gesicherten Lebensplanung zu eröffnen und die Gefahr eines sozialen Abstieges zu verringern. Zudem ist es endlich an der Zeit, sehr hohe Vermögen und Erbschaften stärker zu besteuern um die auseinander driftende Sozialschere zu bremsen.      

Es ist 3 vor 12 !!!

Die große Gefahr lauert, dass aus Kinder- und Erwerbsarmut später Altersarmut wird. Armut darf in einem so reichen Land wie unserem nicht zur Normalität werden,  auch hierzu sollte endlich die Bundeskanzlerin einmal sagen:

„Wir schaffen es, Altersarmut

zu verhindern und abzuschaffen!!“

 

 

Offener Brief an Frau Gundula Roßbach

Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung    Berlin

 

Sehr geehrte Frau Präsidentin Roßbach,

 

beim Lesen Ihres Interviews vom 12.4. in der Rheinischen Zeitung musste ich mich doch sehr wundern. Sie sind noch sehr jung und erst seit 1. Januar '17 im Amt als Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, anders kann ich mir Ihre Äußerungen nicht erklären.

 

Als Frau, die selbst keine Mutter ist, erhebe ich hier die Stimme für die Mütter und Großmütter, deren Leistung Sie als "keine Arbeit erwirtschafteten Rentenbeiträge" bezeichnen.

 

Sie sagen weiter; " je mehr man bei der Altersversorge die Menschen verunsichert, umso weniger kümmern sich die Menschen selbst um das Thema". Halten Sie die gegenwärtigen Beitragszahler für unverantwortliche Menschen, oder werben Sie indirekt für privatwirtschaftliche Rentenversicherungen?

 

Von der Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung erwarte ich eine sozialere Einstellung. Die Deutsche Rentenversicherung sollte eine Solidargemeinschaft sein.

Sollten sich nicht eher dafür einsetzen, dass die der Rentenversicherung entnommenen Gelder endlich wieder zurück fließen?

Sollten Sie nicht für die Rentenversicherung kämpfen (statt indirekt dagegen)?

 

Ihre Äußerung, „man kann einfach sagen, dass eine kleine Rente gleichbedeutend mit Altersarmut ist“ ist eine Frechheit. Denn gerade bei den gegenwärtigen Rentnerinnen gibt es viele mit kleinen Renten. Und diese Frauen waren nicht einfach faul, sie waren Hausfrauen und Mütter und haben viele Jahre keine Rentenbeiträge zahlen können, weil sie dafür gesorgt haben, dass neue Rentenbeitragszahler heranwachsen.

 

Die gegenwärtige immer noch hohe Arbeitslosigkeit (in vergangenen Jahren war diese noch höher), hindert viele Menschen daran, Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen. Unzählige, vor allem auch Alleinerziehende, haben nur 450 €-Jobs, von denen man unmöglich private Rentenvorsorge betreiben kann.

Sie greifen die etablierten Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl an und warnen vor Wahlversprechen gegenüber den Rentnern. Das klingt gerade so, als ob Ihr TOP Gehalt dann gekürzt würde, oder Ihre Firma dann pleite machen würde. Fordern Sie lieber von den etablierten Parteien die Milliarden von Fremdentnahmen aus der Deutschen Rentenversicherung zurück.

Werben Sie nicht für private Zusatzversorgung, sondern sorgen Sie dafür dass Ihr Haus seine Rechte bekommt und verwalten Sie unsere Beiträge besser.

Wer jung ist muss manchmal viel lernen und vor allem die Vergangenheit nicht aus dem Blickwinkel verlieren. Denn bei der Deutschen Rentenversicherung liegt das Übel in den Jahren 1966 bis in die Gegenwart.

 

Und noch etwas: Was ist mit den RenterInnen, denen bis vor ca. 10 Jahren immer noch vorgegaukelt wurde: "Die Renten sind sicher"(Blüm)

Als dann die Aufforderung kam, selbst noch zusätzliche Rentenversicherungen abzuschließen, war es für viele zu spät. Ganz zu schweigen von der Niedrigzinspolitik, die sich inzwischen in vielen Fällen schon zu "Minuszinsen" entwickelt hat.

 

Jahrelang hat sich kein federführender Politiker wirklich die Mühe gemacht, etwas gegen die unmenschlichen Niedriglöhne zu unternehmen, die mit Hartz IV aufgestockt werden mussten und damit auch wieder weniger Geld in die Rentenkasse gespült haben. Die inzwischen eingeführten Mindestlöhne sind auch mit der "heißen Nadel gestrickt", da sie von vielen Arbeitgebern unterlaufen werden, die Leistungen von Ihren Mitarbeitern verlangen, die in der vorgesehenen Zeit unmöglich zu schaffen sind. Diese Arbeitnehmer müssen dann wesentlich länger als die vorgegebene Zeit arbeiten und haben damit unter dem Strich wieder einen wesentlich geringeren Stundenlohn. Auch dabei gehen wieder Rentenversicherungsbeiträge verloren!

 

Dagegen müssten Sie sprechen!!!!!

 

Mit freundlichen Grüßen

 Erika Lohe-Saul, Präsidentin des Bundesverbandes Graue Panther e.V.

 

 

 

Sozialwahlen 2017

 

 

 

Offener Brief  an die Kandidaten der Deutschen Rentenversicherung,

An den Vorsitzenden der Vertreterversammlung(Versicherte) Herrn Neumann

An den Vorsitzenden des Vorstandes des Sozialversicherungsparlament Herr Lubinski

An die amtierenden Vertreter des Sozialversichertensparlamentes

15.04.17

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

 

seit Februar dieses Jahres hört man wenigstes hier und da etwas vom Soziaversichertenparlament. Dazu bekamen wir Versicherten allgemeine

 

Werbung für diese Wahlen von der Deutschen Rentenversicherung zu gesendet. Nun im Mai sollen wir SIE bzw Ihre Listen per Briefwahl wählen, aber was haben Sie für uns Versicherte denn wirklich  in den letzten 5 Jahren getan.

Nirgendwo kann man Protokolle  der Sitzungen des Versichertenparlamentes nachlesen. Nirgendwo kann ich mir als mündiger Bürger ein eigenes Bild  von Ihrer Arbeit machen.       

Auch wenn die Deutsche Rentenversicherung in den vergangen Wochen in  ihrem Heft: "Zukunft jetzt" eine allgemeine Darstellung der Gremien des Sozialversicherungsparlamentes  versendet hat, wurden damit - mit Verlaub - die Strukturen, aber nicht die Inhalte der geleisteten Arbeit dargestellt.

 

Ihre in diesem Heft wiedergegeben Lebensläufe können für uns und unsere Mitglieder nur eine Ergänzung zur Person darstellen, zeigen aber nicht auf, wofür die Liste bzw. die Person wirklich steht. Welche Pläne bestehen,

welche Antäge wollen Sie stellen?

Daher bitten wir Sie uns doch einmal mitzuteilen, was Sie in den letzten  fünf Jahren für  uns Versicherte getan haben? Wo und wie  Position für oder gegen die Politik der Bundesregierung im Sinne der Versicherten genommen wurde.  Welche Anträge haben Sie gestellt?

 

Wir, eine Rentnerin, eine fast Rentnerin und eine noch für lange Zeit Beitragszahlerin in die Renten und Krankenversicherung wissen nicht, was Sie für unsere Gesellschaftsgruppen getan haben.

 

Wir und unsere Vereinsmitglieder sehen gegenwärtig keinen Sinn darin, Sie zu wählen bzw. überhaupt an der Sozialwahl Teil zu nehmen.

 

Wir haben gehört, dass sich alternative Listen zur Wahl beworben haben.

Diese wurden durch bürokratische Bestimmungen, die dringend überprüft werden müssten, daran gehindert, sich zur Wahl zu stellen.

 

Für uns stellt sich die Sozialwahl 2017 nur als heraus geworfenes Geld dar, das in Mütterrenten oder Reha Maßnahmen eine bessere Verwendung fände, zumal es unsere Beiträge sind. Eigentlich ist das gesamte Sozialversicherungsparlament nur eine unnötige Kostenfalle geworden, die – zumindest nach Ihrer eigenen 

Wiedergabe von Tätigkeiten – keine Existenzberechtigung mehr hat.

 

Mit freundlichen Panther Grüßen

 

Rita Bleiber

 Ursula Lallmann

 Erika Lohe-Saul

 

 

 

Zum 5. Armuts – und Reichtumsbericht

 Die Veröffentlichung des 5. Armuts- und Reichtumsbericht ist ein erneutes

Armutszeugnis der christlichen und sozialen Großen Koalition, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes Graue Panther e.V., Erika Lohe-Saul, in einer ersten Stellungnahme zum vorliegenden Bericht .

 

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sprach in der Vorstellung des Berichtes von „ einer verfestigten Ungleichheit bei den Vermögen“. Der anhaltende Wirtschaftsaufschwung in Deutschland hat die Kluft zwischen Arm und Reich

in den letzten vier Jahren weiter vergrößert.

 

„Um den gesellschaftlichen sozialen Frieden zu wahren, wird es keine andere Lösung geben, als die Reichen mit Vermögens- und Erbschaftssteuer mehr in die Verantwortung für die Gesellschaft und das Gemeinwohl zu nehmen“ sagte die Vorsitzende weiter. Die vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, dass das Verlassen auf

Freiwilligkeit keinen Erfolg gebracht hat.

 

Im Bericht selbst steht, dass 10 % der Haushalte der BRD über mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens der BRD verfügen. Auch die Einführung des so hoch gefeierten Mindestlohnes hat die Lage der geringverdienenden

Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht ausschlaggebend verbessert.

 

Der Bundesverband Graue Panther e.V.  wird zum 1.Mai seine eigenen Wahlprüfsteine  den teilnehmenden Parteien der kommenden Bundestagswahl vorlegen.

 

 Göttingen, Berlin 13.04.2017

(els,heo)

 

 

 

 

 

 

 

 

Reine Verdummung der Versicherten ?

 

Offener Brief der Unterzeichner

 25.03.17

In den vergangen Tagen bekamen 30 Millionen Versicherte oder Rentner der Deutschen Rentenversicherung Werbungspost für die Sozialwahlen 2017, wie alle 5 Jahre.

 

Aber was sind Wahlen für ein Parlament wert, von dem wir 5 Jahre lang gar nichts hören? Oder welches Medium hat aus der Arbeit des Sozialparlamentes berichtet?   ---> Fehlanzeige !!

 

Was sind Sozialwahlen?

 

Die Deutsche Rentenversicherung und die Rentenversicherung der Länder verkaufen uns Versicherten das Gefühl, wir hätten eine Mitbestimmung und eine Einflussmöglichkeit. In Wirklichkeit ist es reiner Lobbyisten Club, der für uns Versicherte gar nichts tut!

 

Darum wundert es uns auch nicht, dass in den letzten Jahren die Wahlbeteiligung zu den Sozialwahlen auf unter 30 % gesunken ist. Wir haben in diesen Tagen eine kleine Umfrage im Verein und Bekanntenkreis gestartet.

 

Das Ergebnis: So richtig kann keiner etwas mit Sozialwahlen anfangen und der Info Brief der Deutschen Rentenversicherung war bei 85% der Befragten direkt ins Altpapier gewandert, weil er als Werbung verstanden wurde. Die meisten hielten es für reine Geldverschwendung im doppelten Sinne: Der Erhalt des Sozialparlamentes  verschlingt Unsummen von Versicherungsgelder und die Kosten für 30 Millionen Info Briefe dazu.

 Außerdem können sich die wenigsten mit den Kandidaten identifizieren, wenn sie gar nicht wissen, wofür der einzelne Kandidat steht und welche Ansichten er vertritt. Es gibt nicht einmal Fotos von den Kandidaten.

 

Im Werbeflyer heißt es:

  „  Ich wähle, weil Selbstverwaltung näher am Menschen ist als staatliche Verwaltung.!!  Ich wähle, weil ich da, wo ich meine Beiträge bezahle, mitbestimmen will.“

 

Welcher Hohn und Spott für mich als Versicherten!!! Ich habe real in den vergangenen Jahren von meinen so genannten Vertretern nicht ein Wort gehört, gelesen oder eine Information bekommen.

 Für dieses Geld sollte man lieber eine bessere Mütterrente finanzieren, als es in einem Scheinparlament versickern zu lassen.

 

Dieses so genannte Sozialparlament ist ja noch undurchsichtiger als unsere ganze Regierung. Uns Versicherten werden ständig nur irgendwelche Kürzungen in der  Gesundheitsversorgung präsentiert, die vom Bundestag/Bundesrat kritiklos durch gewunken werden. (Schließlich sind die Entwürfe ja von "Fachleuten" erstellt worden!!) Dass viele Kürzungen vor allem im

 

 Heilmittelbereich äußerst unklug im Sinne der Bevölkerungsgesundheit sind, und im Nachgang höhere Kosten verursachen als durch die Kürzungen eingespart werden, beachtet keiner -- zu unserer großen Verblüffung nicht einmal die Krankenkassen (neuerdings widersinnigerweise Gesundheitskassen genannt)!!!

 

Solange wir keine Transparenz über dieses Parlament bekommen, und es keine Möglichkeit für Eingaben (mit Unterschriftenlisten) gibt, solange wir Versicherten keine wirkliche Chance haben unsere Vertreter selbst zu bestimmen, solange im Sozialparlament nur von den Versicherungen selbst erstellte Listen und damit nur von den Versicherungen ernannte Kandidaten zur Wahl stehen, so lange kann man nur zum öffentlichen Boykott dieser Scheinwahl aufrufen!!

 

 

 

 

Anlässig des heutigen internationalen Frauentages

Göttingen 8.3.2017

 

Unter der Führung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes  und in  Zusammenarbeit mit andern Betroffenenorganisationen wurde am Freitag 2.3. der neue  Armutsbericht vorgestellt. Aus diesem  ist die traurige Nachricht nach zu lesen, dass die Armut in Deutschland auf einem neuen Höchststand gelangt ist. Dies zeigt das eklatante Versagen  der Bundesregierung in Sachen Armutsbekämpfung, obwohl die regierenden Parteien die Adjektive christlich  oder  sozial in ihrem Namen führen“, erklärte  die Präsidentin des Bundesverbandes Graue Panther e.V. in einer ersten Stellungnahme.

Der Bericht zeigt deutlich auf, dass sofortiger Handlungsbedarf besteht und erst nach der kommenden Bundestagswahl. Wir brauchen eine deutliche  Umstrukturierung  von oben nach unten, damit Armut in Deutschland beseitigt wird.

Wir brauchen dringend ordentlich bezahlte Erwerbsarbeit, damit  ein Erwerbstätiger auch eine richtige  Alterssicherung aufbauen kann.

Seit Jahrzehnten fordert die Graue Panther Bewegung eine wirkliche Aufwertung der frauentypischen Berufe, und eine wirkliche Anerkennung von Erziehungs- und Pflegearbeiten in der Familie und keine „ Scheinmütterrente“.

Der Bundesverband Graue Panther e.V. fordert deshalb erneut eine Mindestrente  bzw. Mindestsicherung von monatlich 1350,- €.  Wenn endlich von  aller Erwerbsarbeit oder von Kapitalgewinnen  Sozialabgaben gezahlt würden,  wenn die Steuerflucht sanktioniert wird, wenn Deutsche ihr in Deutschland erwirtschaftest Einkommen auch hier  und nicht  in der Schweiz  versteuern müssten, dann ist das auch alles finanzierbar. Das klingt nach  einer radikalen Umverteilung von oben nach unten, wäre aber nur eine gerechtere Gesellschaft. Wer das nicht will, will Armut nicht abschaffen, sondern beibehalten.

 

 

 

Trude Unruh - zum 92. Geburtstag

 

Der Vorstand des Bundesverbandes Graue Panther e.V., die Mitglieder der Gruppe Deutschland und die zahlreichen SSB Ortsvereine gratulieren heute, am 7. März 2017, der Gründerin des Bundesverbandes und der Grauen Panther Generationenbewegung zum 92. Geburtstag.

Aus verschiedenen und verständlichen Gründen hat sich Trude Unruh aus dem öffentlichen Leben zurück gezogen. Für die Bewegung bedeutete das den Verlust der aktiven Galionsfigur. Trude Unruh hatte diverse Nachfolger für die verschiedenen Teile der Bewegung (Akademie, Bildungswerke, Partei, Stiftung, Verein) im Auge. Diesen Verlust konnte aber niemand wirklich ersetzen. 
Trude Unruh war einfach eine aktive, streitbare und bekannte Persönlichkeit. Eine Visionärin. Ihre Jugendzeit war ziemlich genau die Zeit des zweiten Weltkrieges. In der Folgezeit bis zur "Europäisierung" hat sie alles erlebt, war Mitglied des Bundestages,

hat verschiedene Bücher geschrieben, Institutionen gegründet. Trude Unruh ist in der Bewegung nicht zu ersetzen.

Drei Zitate zu Trude Unruh sind dazu sehr treffend, alle stammend ebenfalls zu einem Geburtstag von Ihr:


Norbert Blüm: "Sie ist ein Original und das sage ich mit großem Respekt, denn in der Politik fehlt es an Originalen"


Prof. Dr, Rita Süssmuth "Ihre Wirkung wird weit über den Tag hinaus dauern und das sage ich auch für ihr parlamentarisches Wirken" 


Udo Lindenberg: "Toll war, dass Du vor allem den älteren Menschen die Energie und Power gegeben hast, wichtig, lasst Euch nicht hängen, kommt zusammen, wir gehören zusammen, wir sitzen alle in einem Boot, das ist DEIN Verdienst"


Deinen Verdienst ehren und ihn weiter gegenwärtig zu halten, ist unser Geschenk für Dich, liebe Trude.

Für den Bundesvorstand Erika Lohe-Saul und Sascha Stinder (1.  Vorsitzender SSB 2000 Wuppertal e.V.)