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Bemessungsgrenzen im Zeitaufwand für Betreuer für beide Seiten unmenschlich !

Veröffentlicht am 20.05.2018

  Eine kleine Information, die in der Tageszeitung nicht zu finden ist, 

denn es betrifft uns vielleicht irgendwann  alle einmal.  Solche Meldungen könnten Unruhe in den Gemütern der Mitbürgerinnen und Mitbürger verursachen.

Wussten Sie,  dass der Niedersächsische Landtag bereits im Sommer 2016  die Notwendigkeit einer angemessenen Unterstützung der Betreuungsvereine erkannt und die Landesregierung aufgefordert hat, sich für eine zeitnahe Anpassung der Vergütungssätze für Berufsbetreuer einzusetzen. Viele von uns  wundern sich, dass (Berufs-) Betreuer keine oder wenig Zeit für ihre zu betreuenden Personen  haben.  Oft schimpft man auf den Betreuer allgemein, aber die Hintergründe bleiben in der Grauzone.

Unser Vorstandsmitglied Erika Lohe-Saul hat sich mal in die Grauzone gewagt und gibt gerne auch detailliertere Erkenntnisse weiter.

Heute nur so viel.

Die Regierungsparteien von Niedersachsen bringen am 18. Mai 18 einen erneuten Antrag zur besseren Finanzierung von Betreuungsvereinen auf den Weg.   Doch im Vorfeld des Antrages war aus dem zuständigen Ministerium zu lesen:                   

 

„Eine Erhöhung der Mittel im Nachtragshaushalt für 2018, die diese Lücke auffängt, wurde vom Sozialministerium abgelehnt. Die Begründung: Dies sei eine freiwillige Leistung des Landes - der Antrag der Regierungsparteien nur Augenwischerei und Volksverdummung ?

 

Jährlich brüsten sich die politisch Verantwortlichen, dass Renten und Gehälter steigen.  Überall ?

Die Betreuervergütung ist seit 2005 nicht mehr erhöht worden.  Die Vergütungssätze werden vom Gesetzgeber festgelegt.  Aber noch viel schlimmer ist:  der Gesetzgeber legt auch die Fallzeiten fest.

Fallzeiten, das sind die Minuten, die der Betreuer für seine anvertraute Person berechnen darf.

Ein Beispiel : Ein  Mensch,  ohne Angehörige, Pflegegrad 2, lebt in einer stationären Pflegeeinrichtung und braucht  eigentlich  Hilfe und Betreuung  bei Antragsstellungen von weiteren  Sozialleistungen  und Begleitung zu Arztgesprächen. Dieser  gerichtlich bestellte  Betreuer darf 4, 5 Stunden / pro Monat Leistungen für  den zu Betreuenden abrechnen. Menschliches Gespräch ist Luxus, die sich der Betreuer, der von seiner Arbeit leben will, nicht leisten kann. Dabei wäre gerade das Gespräch (ähnlich wie beim Arzt) ganz besonders wichtig!! Hier kommen dann wieder die Betreuungsvereine ins Spiel, die diese Lücke auffangen würden, wenn sie unterstützt würden. Das ist wie die Katze, die sich in den Schwanz beißt!!!

 

Fazit:  Unsere Politiker reden zwar gerne und viel über die Sache -  aber nur zur Schau! Mit wenigen Beschlüssen und  einer gesetzlichen Verordnung wäre  eine Besserung geschaffen.

 

 

Vorsitzender             

Herr Lutz Dramsch 

Email:    autodoc.dramsch@t.online.de

Telefon: 0160 8590428

 

Stellvertretende Vorsitzende

 Ina-Maria Joost

Email:      ina-maria-joost@online.deTelefon:   05594 558

 

 

 

Stellvertretender Vorsitzender 

Dieter Esch

Daten folgen

 

Schatzmeisterin 

Erika Lohe-Saul

 

Anschrift + Kontakt  (für den gesamten Vorstand)  siehe Geschäftsstelle